Monatsarchiv für Oktober 2009

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Galerieupdate

Die bereits bekannten und viele neue Bilder sind nun in der Galerie hochgeladen. Wenn ihr Euch wundert, warum ich als einziger auf der deutschen Seite Artikel schreibe, liegt das daran, dass John die komplette englische Seite gestaltet.

Die beiden Seiten werden unabhaengig voneinander gefuehrt, es sind also keine Uebersetzungen der deutschen Artikel. Schaut doch einfach mal rein ;)

Geschrieben von manuel am 24. Oktober 2009 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Das Alphabet der nepalesischen Kuriositäten

Nach genau einem Monat in Nepal erlauben wir uns all die Eigenheiten, die dieses Land zu bieten hat, in alphabetischer Reihenfolge darzustellen. Der Eindruck ist natürlich stark von Kathmandu geprägt und ein paar seriöse Informationen sind auch dabei.

Affen: sind überall wo es Grünflächen gibt und klauen einem gerne mal das Essen.

Bauchfrei: ist in Nepal total in Mode, jedoch leider nicht unter gutaussehenden Frauen, sondern unter gutbeleibten Männern wie Frauen – Der gut genährte Bauch wird gerne als Zeichen des Wohlstandes gezeigt.

Chaos: Das einzige Wort, das den Straßenverkehr richtig beschreibt.

Dassain: Das Hindufest Ende September ist in Nepal das wichtigste Festival und ist bekannt dafür dass unzählige Ziegen und Büffel geopfert werden.

Essen: gibt es normalerweise zwei Mal am Tag – Vormittags um 10 und Abends um 6 wird das Nationalgericht Dal Bhat serviert.

Frauen: sind teilweise unglaublich schüchtern und schauen Männer selbst zur Begrüßung nur flüchtig ins Gesicht.

Glocken: Man hört sie überall und zu jeder Tageszeit, denn sie ertönen immer dann, wenn Hindus eine Kleinigkeit den Göttern opfern.

Hanf: wächst in Nepal wie Unkraut an riesigen Sträuchern.

Indischer Einfluss: Er ist unverkennbar in Nepal. Besonders die Medienkultur ist von Bollywood und Co. geprägt.

Ja: wird nicht durch ein Nicken signalisiert, sondern durch Kopfwackeln.

Kalender: Nach dem nepalesischen Kalender schreiben wir das Jahr 2066. Neujahr wird Mitte April gefeiert.

Lamas: sind in Nepal keine spuckenden Tiere sondern buddhistische Gelehrte

Männer: halten oftmals Händchen oder gehen Arm in Arm. Dies ist hier kein Zeichen von Homosexualität, sondern von Freundschaft und Respekt.

Naseputzen: Das Entleeren der Nase und allen anderen verbunden Kanälen erfolgt unter einem lautstarken grrrrrruuuetz pfzt auf die Straße.

Om mani peme hum: Das bekannteste und bedeutendste buddhistische Mantra steht auf Manisteinen, Gebetsmühlen und überall sonst wo noch Platz ist.

Pashupatinath: Am heiligsten Ort der Hindus in Nepal werden Leichen verbrannt und die Asche dem heiligen Fluss Bagmati übergegeben.

Rikschas: findet man eigentlich nur in den Touristenzentren und hört man leicht schon von weiten an deren selbstgebastelten Hupen aus leeren Schampooflaschen.

Sagarmatha: Der nepalesische Name für Mount Everest.

Tiha: Am sogenannten Lichterfest Mitte Oktober werden Gebäude bunt beleuchtet und reichlich Feuerwerk in die Luft geschossen.

Unfälle: passieren trotz des chaotischen Verkehrs in Kathmandu kaum. Es kommt jedoch öfters vor, dass ein Reifen platzt, denn das Profil wird solange abgefahren, bis praktisch nur noch der Schlauch übrig ist.

Vögel: Zu den vielen verschiedenen Arten gesellen sich noch reichlich seltsame „Vögel“ in den Straßen Kathmandus. Hippies, die geistig total abwesend dahinvegetieren gibt es vor allem in der sogenannten „Freak-Street“.

Wandern: Oder Trekking ist nicht nur wunderschön in Nepal, sondern auch einer der Haupteinnahmequellen und für die Wirtschaft Nepals essentiell.

X-Mal: am Tag wird der Strom abgeschaltet. Länge und Dauer hängt stark von der Jahreszeit ab. Der Höhepunkt von nur ein paar wenigen Stunden Strom am Tag ist im Winter.

Yeti: Das Fabelwesen, das angeblich schon Reinhold Messner gesichtet haben soll, lebt irgendwo im Himalaya – zumindest als Mythos.

Ziegenfleisch: ist mit Büffel und Hühnchen das beliebteste und meist gegessene Tier.

Geschrieben von manuel am 19. Oktober 2009 | Abgelegt unter Nepalinfos | Keine Kommentare

Zimmerrenovierung

In den ersten eineinhalb Wochen waren wir fast ausschließlich mit den Kindern beschäftigt – 7 Stunden am Tag, 6 Tage die Woche: Unterrichten, Spielen, Malen, Herumalbern. Doch irgendwann geht einem die Luft aus und man braucht eine Abwechslung. So haben wir im Gebäude nachgeschaut, was verbessert werden kann. Überall sind die Hygieneverhältnisse sehr schlecht, daran haben wir uns bereits gewöhnt, doch als wir in eines der vielen Schlafzimmer der Kinder angekommen sind, waren wir sichtlich geschockt. Das ganze Zimmer war von Ungeziefer befallen. Urus! Das ist der nepalesische Name für die Viecher, die ihre Nester vor allem in Ecken und Kanten ausbreiten. Urus sehen wie Wanzen oder Zecken aus und saugen sich nachts mit dem Blut der Kinder voll. Wenn diese dann morgens aufwachen, zerdrücken sie die Urus an den Wänden. Und so kommt es, dass überall, wo die Kinder die Urus noch erreichen können,  Blutspuren an den Wänden sind. Drüber sitzen dann die schwarzen Nester. Ein fürchterlicher Anblick. Kaum zu glauben, dass hier vier Kinder schlafen – Nacht für Nacht.

Wir haben nicht lange überlegt und zogen los um Gift, Werkzeug und Farbe zu kaufen. Zuerst entfernten wir die Urunester und besserten alle Stellen wieder aus. Um sicher zu stellen, dass die Urus nicht wieder zurückkehren räucherten wir das Zimmer mit Gift aus und da der Teppichboden auch von Pestiziden befallen war, kauften wir gleich einen Passenden dazu. Alles in Allem kostete uns die Renovierung 70 Euro und damit wurde unser Monatsetat von 80 Euro fast aufgebraucht. Zusammen mit den Kindern wählten wir  die Farbe der Wände aus. Da es ein Mädchenzimmer ist, wurde pink gewählt. Vier ganze Tage brauchten wir, bis wir mit dem Ergebnis zufrieden waren und die Kinder wieder in ihr Zimmer einziehen konnten. Die Mädchen waren total glücklich und stolz ihr neues Zimmer in Empfang nehmen zu können.

Fotos: http://www.yamajola-nepal.de/de/?page_id=196

Geschrieben von manuel am 9. Oktober 2009 | Abgelegt unter Projekt | 1 Kommentar

Projekt

Die Seite Projekt ist nun aktualisiert.

Geschrieben von manuel am 1. Oktober 2009 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

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