Vier neue Computer und jede Menge Fussball
Unser Arbeitsfeld im Kinderheim wechselt staendig. Zuerst haben wir Kindergartenkinder unterrichtet, danach jede Menge Renovierungsarbeiten am Gebaeude uebernommen, ein Klassenzimmer eingerichtet und darin die dritte, vierte und fuenfte Klasse in Englisch und Mathematik unterrichtet und nun sind vier niegelnagelneue Computer angekommen. Klar, dass die genutzt werden sollen. Der Andrang unter den Kindern, die bislang noch nie in Beruehrung mit Computern gekommen sind, ist enorm. Waehrend ich Grundkenntnisse und das Zehnfingersystem den Kindern beibringe, unterrichtet John Englisch. Das alles nach einem festen Stundenplan. Ich haette nie gedacht, dass in diesem Chaos mal ein richtiges System entstehen kann, doch es funktioniert.
Ausserdem ist die Fussballbegeisterung waehrend der WM auf ein kaum noch kontrollierbares Niveau gestiegen. Damit die Kinder nicht barfuessig oder mit Flip-Flops den Ball hin und her kicken, haben wir 14 Paar Fussballschuhe gekauft.
Fussball sorgt also fuer den Ausgleich zwischen Englisch und Computer. Nach wochenlangem Training gab es dann auch endlich das erste Fussballspiel gegen ein anderes Kinderheim. Das spannende Kraeftemessen konnte erst im Elfmeterschiessen entschieden werden – natuerlich fuer uns!
Erst nach neun Monaten in Nepal habe ich das Gefuehl anstaendige Arbeit zu leisten die sich lohnt. Zudem oder gerade deshalb bereitet sie mehr Spass als all die Monate zuvor. Natuerlich war die Renovierung noetig, genauso wie die Zeit sich in das Projekt einzufinden. Die Sprache ist dabei ein enorm wichtiger Faktor. Erst wenn man sich auf einfacher Weise mit den Kindern in ihrer Sprache verstaendingen kann, ist es moeglich eine Beziehung mit ihnen aufzubauen, die essentiell ist fuer unseren Dienst. Doch, dass es wirklich so lange dauert, haette ich beiweilen nicht geglaubt. Nun sind nur noch etwas mehr als zwei Monate uebrig, die so intensiv genutzt werden wollen wie moeglich. Auf geht’s zum Endspurt!
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